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Auswirkungen der vaterlosen
Gesellschaft
Ein Fisch names Vater oder Angst essen Seele auf?
Ja. Männer sind für manche Frauen so nötig wie ein Fahrrad für den Fisch. Ja? Wenn Frau für sich selbst sorgt oder über das soziale Netz und/oder dem Ex-Partner anonym ohne Bindung und Gegenleistung versorgt wird trifft das zu. Erst Frau dann Mutter macht sich diese These in hochindustrialisierten Gesellschaften zu eigen. Was ist anders wenn Kinder im Spiel sind?
Sind Väter auch für Kinder so nötig wie ein Fahrrad für den Fisch? Es
scheint so. Der Begriff Familie engte sich immer mehr ein - von Großfamilie in
der Agrargesellschaft, zur Kernfamilie in der Industriegesellschaft und nun zu
Teilfamilie als angestrebte Norm der postmodernen Gesellschaft mit
austauschbarer relativen Ethik. Die "Teilfamilie" und "Alleinerziehenden" sind
schick, wer die Realität beherrscht, beherscht das Wort - das Wort beherrscht
die Realität - Man(n) mache sich nichts vor frau beherrscht heute beide. Man(n)
erlaubt sich daher, das Wort AlleinerzieherInnen hier neu einzuführen - (in 87%
der Fälle hat das Sorgerecht die Frau) Sprache ist ja so verräterisch.
Sind Väter sind für die Gesellschaften so nötig wie ein Fahrrad für den
Fisch? Es scheint noch nicht so. Als Zahlväter und Steuerzahler fallen sie
unangenehm auf, wenn sie massenweise, wie suggeriert wird, nicht ihrer Pflicht
nachkommen. Ihre Abwesenheit macht auch negative Publizität wenn das Matriarchat
bei der Kindererziehung, speziell in sozialökonomischen Gruppen in denen die
vaterlose Gesellschaft im wesentlichen durchgesetzt wurde (z.B. die
amerikanischen Gettos), zunehmend Gewalt und Probleme verursacht.
Untersucht werden soll die Auswirkung der vaterlosen Gesellschaft auf unser
Kinder, die betroffenen Männer, unsere Gesellschaft, wobei folgende Thesen
aufgestellt werden:
Um eine Umkehr von der vaterlosen Gesellschaft zu erreichen, brauchen wir
eine Männeremanzipation und politisches und praktisches Engagement der Väter um
ihre Aufgabe in der Kindererziehung sowohl aktiv wahrzunehmen als auch
zurückzufordern. Wichtig ist hierbei, Erziehung von Betreuung und Versorgung
unabhängig zu sehen, aber alle drei als gleichwertige soziale Leistungen
anzuerkennen, die von zentraler Bedeutung in der freien Gesellschaft sind, und
im Normalfall am besten von Eltern gemeinsam erbracht werden.
Verlust von menschlicher Solidarität.
In individualistischen Gesellschaften, wie der unseren stehen sich Individuen mehr oder weniger unverbunden gegenüber. Der Gemeinschaftssinn ist schwach entwickelt was mit abnehmender Konsensfähigkeit und Beziehungsfähigkeit im privaten wie auch im gesellschaftlichen Bereich einhergeht. Die individualistischen Individuen, in diesem Fall die AlleinerzieherInnen stehen vor einem Dilemma, sie streben danach die traditionelle Gesellschaft und Partnerschaft zu verlassen sind aber dennoch existentiell auf Hilfe angewiesen. Kinder zwingen jedoch zu dauerhaften Gemeinschaften und erschweren die rücksichtslose Entfaltung des Ichs, deshalb sind sie in individualistischen Kulturen ein Problemfaktor. Aufgelöst wird dieser Widerspruch dadurch, daß die Partnerschaft/Ehe auf zwangsweisen monetären Verbindlichkeiten eingeengt wird. Solidarität und Erziehung wird nicht mehr persönlich verantwortet sondern durch Institutionen geleistet. Die Folgen sind fatal, da natürlich im Gegenzug die soziale Unlust der Jugend sinkt. Krankheit oder später der Solidarpakt der Renten werden als Störfaktoren empfunden. Solidarisches Handeln innerhalb der Familie, der Gruppe und letztlich der Gesellschaft verkümmert. Die vaterlose Gesellschaft verkommt zu einer Abart des Matriarchats, einem Versorgungsstaat bei dem alles und jedes gesetzlich geregelt werden muß.
Zunahme Gewalt und Kriminalität.
Dies wird belegt durch Statistiken aus Amerika - dort wurden die Auswirkungen
der vaterlosen Gesellschaft durch die Väterforschung untersucht: Fast zwei
Drittel aller Vergewaltiger, drei Viertel der jugendlichen Mörder und
Mörderinnen und ein ähnlich hoher Prozentsatz junger GefängnisinsassInnen sind
ohne Vater groß geworden. Gewalt von Frauen in Beziehungen ist schwerwiegender
und sogar zahlenmäßig höher als die der Männer wenn die Gewalttaten gegenüber
Kinder einbezogen werden Zwei Kinder in England führten ein weinendes Kleinkind
durch die Stadt um es dann grausam zu foltern. Aufgezogen von TV statt von der
allein(un)erziehenden Mutter. In Amerika lebt nun schon die dritte Generation
der vaterlosen Kinder: Vater Alkoholiker, Vater untergetaucht, Vater nie
kennengelernt - Berufsziel Drogendealer. Mütter werfen ihre Babys in Mülleimer
und "Väter" vergewaltigen Babys bis der Darm kollabiert. Mehr "wellfare" - ja
dann reicht das Geld für Drogen bis zum fünften des Monats. Für Deutschland sind
keine solchen Straffälligen-Statistiken erhältlich. Ein Armut oder
Unterklassenproblem?
Abnahme von individuellen Lebensglück.
Judith Wallerstein begann 1971 eine Langzeitstudie über Scheidungsfolgen an
131 Mittelschichtkindern in der San Francisco Area, eine wohlhabende Gegend,
deren ökonomische Situation sehr zufriedenstellend war. Judith Wallersteins
Studie, eine Psychiaterin - 1971 begonnen und noch nicht abgeschlossen - es
erfolgen alle fünf Jahre neue Evaluierungen der Testpersonen - zeigt, daß
gravierende Schwierigkeiten oft bis ins Erwachsenenalter anhalten. Nach fünf
Jahren erlebte ein Drittel der Kinder mittlere bis schwere Depressionen. Nach
zehn Jahren litt eine bedeutende Zahl der nunmehr jungen Männer und Frauen an
Antriebsschwäche, Verstörung und Leistungsdefiziten. Auch nach 15 Jahren zeigten
sich Langzeitschäden: Viele Scheidungskinder schafften es nicht, dauerhafte
Beziehungen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten man spricht von
Intergenerationsfolgen. Des weiteren sorgt sogenanntes Transmissionsverhalten zu
einer Verschlimmerung über die Generationen bei.
Zunahme von Lebensuntüchtigkeit und Verwahrlosung.
In einer Langzeitstudie hat Anneke Napp-Peters 150 Scheidungsfamilien mit 269 Kindern aus ausgewählten Kommunen Norddeutschlands über 12 Jahre von 1980/81 an begleitet und Kinder, Mütter und Väter und neue Lebenspartner nach ihren Erfahrungen und Einstellungen befragt. Sie kam zu ähnlichen Ergebnissen :
Unter der Trennung, in deren Verlauf ein Elternteil ausgegrenzt wird, leiden Kinder jahrelang, allzu oft ein Leben lang. In einer abschließenden Stichprobe von 54 Kindern, die besonders unter der Ausgrenzung litten, zeigte sich: „Nur 25 Prozent der Kinder ist es gelungen, ihre scheidungsbedingten Schwierigkeiten zu überwinden und sich zu lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln. 75 Prozent haben dagegen nach wie vor große Probleme, den Alltag zu bewältigen und längerfristige Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Knapp die Hälfte hat Probleme mit Alkohol und Drogen, einige haben wegen Beschaffungskriminalität bereits vor dem Richter gestanden."
Die Reaktionsweisen von Jungen und Mädchen auf veränderte Familiensituation ist unterschiedlich. Während Jungen unmittelbarer mit anhaltendem Problemverhalten reagieren, treten psychische Störungen bei Mädchen unauffälliger und oft verzögert - mit der Pubertät auf. „Vor allem aber wuchsen die Kinder [mit Störungen d. Verf.] fast ausnahmslos in Familien auf, die den anderen Elternteil ausgrenzten."
Zunahme von Hilfsbedürftigkeit.
Kinder in Ein-Eltern-Familien haben ein wesentlich höheres Risiko in Armut zu leben, überwiegend nicht weil die Väter nicht zahlen wollen. In den USA zahlen 53% aller nicht sorgeberechtigen Mütter aber 63% aller Nicht-Sorgeberechtigten Väter. Außerdem sind 66% aller nicht gezahlten Unterhaltsleistungen durch nicht-sorgeberechtigte Väter auf Zahlungsunfähigkeit zurückzuführen. Knapp die Hälfte der alleinerziehenden Mütter in Deutschland erhält keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt durch die Väter wird behauptet. Nur: Viele Männer haben keine Arbeit, folglich können sie auch nicht den Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen; Ledige Mütter hatte seit neuem Anspruch auf drei Jahre Unterhalt additiv zum Kindesunterhalt. Mütter investieren trotzdem weniger in ihre Kinder, wenn sie plötzlich mit der Alleinerziehung konfrontiert sind. Häufig ist das schlicht eine Geldfrage: Kinder in Single-Haushalten haben ein sechsmal höheres Risiko, arm zu sein und zu bleiben als andere Kinder. Kein Wunder also, daß der Zuwachs an Ein-Eltern-Familien auch die Armutsstatistik beeinflußt. Fast 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leben heute in Familien, die auf Sozialhilfe angewiesen sind.
Familie ist auch eine erfolgreiche wirtschaftliche Einheit, die wesentlich
effizienter für die Kinder sorgt als ein Teilfamilie mit der dann notwendigen
Helferbürokratie die letztlich unproduktiv Ressourcen der Gesellschaft
verbraucht statt Arbeitskraft dazu zu verwenden, diese zu schaffen.
Verlust von primären Sozialisationstechniken.
Kinder werden nicht gemäß ihren Bedürfnissen behandelt. Kaum sind sie
geboren, suchen wir den Mutter-Ersatz bei der Kinderfrau, dann den Kindergarten,
dann die Schule. Die Kinder, so scheint es, sind zu Störenfrieden unserer
Selbstverwirklichung geworden. Noch mehr Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze
sollen her. Bezahlt wird das von uns allen. Ein miterziehender Vater erlebte das
so: Bei der Einschreibung in den Kinderhort (der Vater bot Betreuung durch die
Großeltern an, das wurde aber nicht akzeptiert) war er wie ein fünftes Rad am
Wagen dabei. Die Erzieherin ließ ihn gnädig mit unterschreiben "Sie dürfen sich
auch immer nach ihrem Kind erkundigen" sagte sie dem Vater während sie der
Mutter versicherte: "Wir sind hier eine Familie mit 25 Geschwistern" - "mit zwei
(bezahlten, ließ er aus) Müttern und keinem Vater" bemerkte der Vater. Eisiges
Schweigen. Vom Staat, Kirche und ähnliche Institutionen werden immer neue
"familienfördernde" Maßnahmen (Kinderhort, Ganztagsschulen etc..) verlangt, die
vordergründig für Eltern sind aber de-facto meistens nur Teil-Familien zugute
kommen und/oder Eltern ein hohes Maß an individueller Lebensführung bieten. Eine
gegengeschlechtliche Sozialisation wird nicht mehr geleistet und Erziehung als
zentrale Kulturtechnik und Sozialtechniken an fremde Spezialisten delegiert.
Verlust von Eigenverantwortlichkeit.
Die Geschichte geht weiter. Danach versicherten sich die Frauen sich
gegenseitig wie sicher sie sich in ihrer unkündbaren Stellung fühlen -
aufgehoben beim Vater Staat, versorgt von Sozialprogrammen die sie als Opfer
privilegieren. Ein Antrag auf Ermäßigung, wie selbstverständlich von der
Erzieherin vorausgesetzt, wegen Bedürftigkeit wurde gestellt. Das Kind hat nun
einen subventionierten Hort, statt vorher eine Familie. Das ist natürlich
gerecht da die Familie, die vorher einkommensmäßig in den oberen 10% war, nun
umgewandelt wurde in eine "AlleinerzieherIn", einem Vater mit Steuerklasse I und
ein Kind. Alle drei sind nun vermeintlich oder tatsächlich irrational
gegeneinander handelnde Objekte der Hilfsindustrie. Zitat eine "professionellen"
Helfers über Eltern: "wenn sie sich nicht um Kinder streiten würden wäre es das
Auto". Daher führen nach neueren Untersuchungen selbst bei erheblichen Kosten
diese Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse der Kinder
sondern wirken sogar kontraproduktiv, da sie tatsächlich die Voraussetzungen
schaffen durch Professionalisierung der Solidarität die Eigenverantwortlichkeit
und individuelle Solidarität zu schwächen
Verlust von Freiheit.
Wie Männer die Beziehung zu ihren Kindern und zu ihren Frauen oder Partnerinnen leben, ist zunächst die Privatsache aller Beteiligten. Auch die Entscheidung für den traditionellen Lebensentwurf ist in der Regel kein männliches Diktat, sondern eine sehr demokratische Wahl zwischen den PartnerInnen. Warum alles politisieren und überall ändern ? Weil es einem reglementierungswütigem Staat und dem HelferInnenapparat nützt.
Das widersprüchliche gesellschaftliche Verständnis von Männer- und Frauenrolle hat sich in einer Vielzahl von Regulativen und Konstruktionen niedergeschlagen, die vorgeben, was Männer- und was Frauensache ist. Wie der Vater vorm Fernseher hat die Politik Kernbereiche der Gesetzgebung und Gesellschaftsplanung an Frauen abgegeben. Regelung geschieht nicht durch Verbot und Gebot, sondern durch den stummen Zwang des letztendlich unfreien Versorgungsstaats. Grundsatz dabei ist: alles was dem frauenpolitischen Rollenverständnis widerspricht, nutzt Männern und patriarchalisch. Wenn es hingegen den Frauen nützt, die Kinder als Kollateral zu behalten, besser zu Hause zu bleiben und sich um die Selbstverwirklichung zu kümmern, legt es implizit den Mann auf die Rolle des Familienernährers fest und benutzt operativ patriarchalisches Rollenverständnis.
Dieser inhärent unfreien Staat braucht natürlich ein Feindbild - z.B. den
Mann. Zitat: "Wer den modernen Amazonenkrieg aufmerksam mitverfolgt, muß sich
fragen, ob das, was in schlimmsten Zeiten die Juden waren beziehungsweise
vielerorts die Asylanten, für die Frauen von heute nun die Männer sind" (Karin
Jaeckel).
Destabilisierung der Gesellschaft.
Extreme Individualisierung, und dabei handelt es sich bei dem AlleinerzieherInnen-Modell führt zu einer kollektiven Gesellschaft - die Individualisierung des einzelnen verlangt alle Sicherheit von der Gesellschaft. Gegen steigenden Scheidungszahlen und steigender Vaterlosigkeit helfen jedoch auch neue Sozialprogramme nichts. Mit der Ein-Eltern-Familie als Nebenprodukt moderner Lebens- und Arbeitsweise werden wir die Kriminalität nicht eindämmen und die Schulleistungen nicht fördern. Die Seelenlage der betroffenen Kinder und fehlgeschlagene Sozialisation wird zu labilen und gewaltbereiten Erwachsenen führen. Dafür gibt es natürlich wieder Spezialisten und Gefängnisse.
Die Teilfamilie mag angenehm für manche sein. Für die Gesellschaft ist es ein
Weg in die falsche Richtung. Ein Weg der in die unfreie Gesellschaft führt,
konsensunfähig ,unsolidarisch ohne verbindliche Ethik - unglückliche sinnleere
Individuen. Manche Schwellenländer in Südostasien haben ihren wirtschaftlichen
Fortschritt nicht zuletzt unter Beibehaltung der Familienstruktur geschaffen.
Sie schauen heute schon, zu Recht, geringschätzig auf nichtasiatische Länder als
gescheitertes Gesellschaftsmodell das darüber hinaus noch unglückliche Menschen
schafft.
Alle sind gleich alle sind gleicher - wie gleich hätten's wir denn gerne?
Wir haben heute eine geschlechtsspezifisch ungerechte Verteilung von Vorteilen und Chancen in den Lebenssphären Erwerbsarbeit und Familie, wobei die etwa gleiche Stellung der Männer im Erwerbsbereich (speziell in der Mittelschicht) eine inzwischen extrem starke Stellung der Frau im Familienbereich, vor allem in Bezug auf Kinder, korrespondiert. Die Rolle der Männer im Familienbereich, in ihrer Beziehung zu Kindern, ihre Rolle als Väter ist signifikant für die Zukunft. Die Blickverengung der Frauenpolitik ist es die immer mehr in die Sackgasse führt. Die Betrachtung der angeblichen Ungerechtigkeit verkürzt sich auf Erwerbsarbeit und Geld. Da geht es natürlich „gegen" Männer, genauer um ihr Zurückstecken. Man verkürzt die Geschlechterfrage auf den Gegensatz von Opfer-Frauen und mißgünstigen Männer, die gezielt Frauen sabotieren oder den "Backlash" vorbereiten.
Die Opfer sind aber alle nicht privilegierten AlleinerzieherInnen, alle Steuerzahler und alle Kinder die dieses gesellschaftliche Klima erleiden. Die von "Vordenkern" der Frauenemanzipation propagierten Rollenaufbrüche sind soziologisch gesehen nur ein Mittelschichtsereignis, daher ist man gezwungen diesen Widerspruch - und das Versprechen der Selbstverwirklichung ("Alleinerziehen als Chance") - durch den Versorgungsstaat zu lösen.
Trennung erzeugt Angst.
Neueste Forschungen zeigen: Kinder ohne Väter heben es ungleich schwerer im Leben. "Angst Essen Seele auf" - die Verlustängste von kleinen Kindern die noch das Glück oder das Pech hatten ihren Vater zu kennen oder gar zu lieben kann man nur erahnen. Die Not und Traurigkeit der Scheidungs- und Trennungskinder findet man in den Gesichtern dieser Kinder wieder.
"Ich habe keinen Vater" sagte eine Siebenjährige die einsam auf der Straße
spielt, als erstes unaufgefordert als sie von eine Vater mit einer Tochter in
deren Spiel einbezogen wird. " Mein Vater hat sich mit meiner Mutter gestritten"
, sagte sie. "Siehst Du Ihn?" fragt das jüngere Mädchen.. Mittlerweile sind
beide Mädchen bei ihren Vätern nur noch zu Besuch. Sie gehören zu den
mittlerweile fast zwei Millionen Kindern in Deutschland, die ohne Vater
aufwachsen. Sie leben in Haushalten mit sogenannt Alleinerziehenden Müttern. Und
ihre Zahl wächst jedes Jahr. 1992 waren fast 87% aller "Alleinerziehenden"
Frauen. 198000 Väter stellten 13.1% der "Alleinerziehenden". Dabei ist noch
festzuhalten, daß 1992 mehr als zwei Millionen Kinder (13,5% aller
minderjährigen Kinder in Deutschland) bei "Alleinerziehenden" lebten
Die Vaterlosen gelten als " Problem- und Risikogruppe", über ein Drittel der Kinder aus Ein-Eltern-Familien leidet danach unter schweren psychischen Störungen. Kinder aus Teilfamilien neigen zu Schulversagen, Drogensucht, Auffälligkeit und Depressionen. Die Mädchen werden öfters Opfer von Mißbrauch, oft durch schlechte Partnerwahl der Mutter, oder als Teenager schwanger. Kinder aus geschieden Ehen Kämpfen in der Pubertät und Partnerschaft mit zusätzlichen Schwierigkeiten und führen zu einer weiteren Verschlimmerung des sozialen Verhaltens über Generationen (Transmissionseffekt).
Ausschließungsprozesse des nichtsorgeberechtigten Elternteils führen mit
hoher Wahrscheinlichkeit zu scheidungsbedingten irreversiblen Störungen, die
Unfähigkeit im Erwachsenenalter zu Folge haben, ihren Alltag zu bewältigen.
Verbunden damit sind Alkoholprobleme, Drogenabhängigkeit und Kriminalität. 80%
der Kinder, die in Heimen leben, kommen aus Scheidungsfamilien.
Väter sind anders.
Sie lieben anders, sie gehen auch anders mit ihren Kindern um, nicht nur bei gefährlichen Spielen, die Mütter nie riskieren würden. Mütter eröffnen oft Gefühle und Kommunikation im Nahbereich und Väter erschließen mehr die Außenwelt. "Die Unterschiede in der Aufzucht durch Frauen und Männer sind nicht nur unvermeidlich, sie sind äußerst wünschenswert", erklärt die englische Psychologin Penelope Leach.
Mutter und Vater tendieren zu unterschiedlichen Erziehungsstilen. Beginnend mit der Geburt kommunizieren Mütter eher verbal mit Ihren Kindern während Väter dies mehr physisch tun. Mütter ermutigen eher Vorsicht, während Väter mehr Leistung und Unabhängigkeit herausfordern. Entscheidend ist aber, daß Mütter eher die mächtigen Versorger sind und Väter eher die gesellschaftlichen Normen vertreten. Warum bedeutet dieser Unterschied so viel für die Erziehung der Kinder?
Dadurch das Mutter eher zu Versorgung und Väter eher zu Kontrolle neigen,
erfahren Kinder die in einem von Alleinerziehenden Müttern aufgezogen werden,
viel emotionale Wärme aber wenig Kontrolle. Im Gegensatz hierzu erfahren Kinder
die in einem von Alleinerziehenden Vätern aufgezogen werden weniger emotionale
Wärme und ein höheres Maß an Kontrolle. In beiden Fällen ist das schlecht für
die Sozialisation verglichen, wenn Kinder viel emotionale Wärme und ein
vernünftiges Maß an Kontrolle erfahren.
Der Vater bietet Versorgung. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen in der Leistungsgesellschaft entweder eine Benachteiligungen im Bereich der Familie oder eine Schlechterstellung bei Beruf, Verdienst, Karriere. Die unterschiedliche Höhe der Durchschnittsverdienste von Frauen und Männern beruht vor allem auf Unterschieden in der Tätigkeit, der Berufsqualifikation und der Anzahl der Berufsjahre. Tatsächlich sind viele Väter entweder lieblose "Karrierevater" (und leisten nicht genug für die Erziehung - gemeint ist Betreuung, Versorgung wird als unwesentlich oder selbstverständlich gesehen) oder lästigem Versager (wenn sie ihre Kinder betreuen). In beiden Fällen handeln sie gegen das sogenannte " Kindeswohl", obwohl sie nur dieses im Auge haben. Dieser Widerspruch hat, wie wir sehen werden, Methode. Väter müssen nicht Windeln wechseln um Väter zu sein, ihr Wirken und ihre Werteskala, auch ihre Rolle als Versorger, wird nicht weniger die Kinder beeinflussen. Allerdings nicht, wenn sie als Zahlvater unsichtbar das Geld zur Mutter transferieren und dieses Geld nicht zweckbestimmt ausgegeben wird.
Der Vater bietet Sicherheit - es garantiert emotionale und
wirtschaftliche Sicherheit und körperliche Unversehrtheit. Kinder in
Ein-Eltern-Familien haben ein wesentlich höheres Risiko mißbraucht zu werden
Studien von Vorschulkindern zeigen das sie ein 40 mal höheres Missbrauchsrisiko
haben als bei den leiblichen Eltern. Ist die sequentielle Familie ein
gleichwertiger Ersatz? Auch das ist laut Wallersteins Studie eher mit nein zu
beantworten. Fast die Hälfte aller Kinder sagten, daß sie sich in ihren
Stieffamilien ausgeschlossen fühlten. Und die Nationale Kinderkommission der USA
fand heraus, daß speziell Einzelkinder in Stieffamilien viel öfter zugeben, sie
fühlten sich einsam und niedergeschlagen als Kinder aus intakten Familien - und
sogar Ein-Eltern-Familien.
Der Vater bietet uneingeschränkte Liebe und Verläßlichkeit in einer
Zeit in der jegliche Werte zur Disposition stehen. Gerade Kinder, deren Mutter
den "Erzeuger" verdrängen, sind die ersten, die mit Fremden über ihre Väter
reden, die sie oft nicht einmal so nennen dürfen. Die Sehnsucht nach Vätern ist
irrational und hat auch nichts mit deren Zeit die sie aufbringen zu tun - und
schon gar nichts mit dem Anteil an der Aufzucht und Hausarbeit. Eine andere
amerikanische Untersuchung, der National Survey of Children, fragte Kinder:
"Wenn du an deine Familie denkst, wen schließt du da ein?" Nur zehn Prozent
ließen ihre natürlichen Eltern dabei weg, während ein Drittel die Stiefeltern
überging. Und wenn die Eltern gefragt werden? Nur ein Prozent nannte das eigene
Kind nicht als Familienmitglied, aber 15mal so viele ließen die Stiefkinder aus.
Der Vater bietet Erziehung und Sozialisation. In der Nur-Mutter-Familie ist das vaterlose Kind benachteiligt, weil das Band zum Vater nicht besteht oder sich nicht entwickeln kann weil ein Rollenmodell wegfällt. Langzeitstudien aus Amerika wie Judith Wallersteins "Second Chances" oder Sara McLanahans "Single Mothers and Their Children" rütteln heftig an dem politisch korrektem Glaubenssatz, daß eine Scheidung besser sei als eine schlechte Ehe. Gewollte Einzel-Elternschaften oder weitgehend delegierte Erziehung bergen für die Kinder dieselben Risiken.
Von Väter lernen speziell Jungen ihre aggressiven Impulse im Zaum zu halten und zwar durch Beobachtung von männlichem Rollenverhalten das Konsistenz und regelmäßig Selbstkontrolle zeigt. Durch die Beobachtung lernt der Junge wie sein Vater mit Frustration, Ärger und Traurigkeit umgeht. Ebenfalls durch Beobachtung wie der Vater mit der Mutter umgeht lernt das Kind wie er Frauen behandelt.
Für Mädchen sind Väter kritisch um den Mädchen zu helfen den Umgang mit ihrer
Rolle als Frau zu meistern. In der Tat wurde nachgewiesen, das eines der
Resultate der Väterabwesenheit bei Kindern frühe und wahllose sexuelle Aktivität
und Bindungslosigkeit ist. Oft wird diese Beziehungslosigkeit, die bei Frauen
aus geschiedenen Ehen so häufig ist, als Kompensation für den Schmerz des
Verlustes des Vaters gelebt. Die physische und emotionale Abwesenheit der Väter
schränkt Entwicklungschancen ein und Fehlen des Vaters als Gleich- bzw.
gegengeschlechtlichen Elternteils erschwert die Identitätsfindung von Mädchen
und Jungen. Die behinderte oder mißlungene Ablösung vieler Jungen von der Mutter
und das Fehlen von Grenzen sind Ursachen von Gewalt. Die Abwesenheit der Väter
raubt Kindern auch die Möglichkeit Kontinuität zu erleben und belastet damit die
Entwicklung der eigener Beziehungsfähigkeit.
Vaterschaft ist völlig ungeschützt.
Während angebliche und wirkliche Schlechterstellung der Frau in Familie und Beruf der Frau thematisiert und Verbesserungen versucht werden, ist die Beziehung des Vaters zu seinen Kindern völlig ungeschützt. Wer die alte Rollenverteilung für die rechtlose Stellung der Väter verantwortlich macht, arbeitet mit Halbwahrheiten. Väter werden zynisch zwischen der Schimäre des Anspruchs bessere Mütter zu sein und dem unverhüllten Anspruchs auf Versorgung der Frau gestellt, das Opfer so zum Täter gemacht.
Das konventionelle Rollenmodell wird instrumentalisiert um erfolgreiche Männer auszubeuten und Männer, die auf die Forderungen der Frauenbewegung eingehen, werden hinter vorgehaltener Hand als Softies verlacht und in Beziehungen abserviert wie Drohnen.
So wird der Vater, die sich seiner Karriere widmet und die Erziehung mit dem
Mutter teilt oder an sie delegiert ganz schnell zur "Rabenvater". Dagegen wird
die Mutter, die sich ihrer Karriere widmet und die Erziehung mit dem Vater teilt
oder an ihn oder Dienstmädchen oder Hort delegiert ganz schnell zur "Power Frau"
oder hilfsbedürftigen Objekt.
Vater werden stigmatisiert und marginalisiert.
Und die Väter? Nachdem sie einfach keine besseren Menschen sprich Frauen werden wollen, und jene die in unserer Leistungsgesellschaft Geld verdienen, notorisch keinen Erziehungsurlaub nehmen, vielleicht nicht richtig kuschelig sind, ist es nur gerecht sie als Machos und Machtmenschen, Vergewaltiger und Kinderschänder, als unsensible, arbeitssüchtige, hausarbeitssscheue und mithin unnütze Figuren wegzurationalisieren. Das Beispiel Frankfurt zeigt dies. In dieser Stadt hängen seit drei Jahren Plakat "7% aller Erwachsenen mißbrauchen Kinder in dieser Stadt" - ohne Mehrfachmißbrauch und Abgeurteilten/Verurteilten Ratio müßten demnach 56% aller Kinder mißbraucht werden - schließt man Mehrfachmißbrauch nicht aus, müßten das 85 % sein. Die Absurdität dieser Aussage fällt niemand auf genauso wie Kampagnen unter dem Label "Männergewalt" die Pauschal suggerieren es gebe ein spezifische Gewalt die eindeutig dem Mann zuordenbar ist wie die Naturgewalt, als ginge Gewalt und Mißbrauch nur von Männern aus, weil Männer fähig zur Penetration sind.
Auch aus dem Kinderzimmer werden sie geworfen und subsequent Studien in
Auftrag gegeben die unübersehbaren Folgen für die Kinder schönreden und auf
andere Ursachen zurückfuhren soll. Wehe den oft unverehelichten Männern die auf
die Sirenenklänge "Der Sensible Mann" eingingen, sie werden sogar noch früher
entsorgt und falls sie als gute Mütter Chancen auf das Sorgerecht haben sollten
gnadenlos in 40% der strittigen Sorgerechtverfahren mit Mißbrauchvorwürfen
belegt, die sich hinterher zu 95% als haltlos herausstellen.
Den Väter werden ihre Kinder genommen.
Viele Väter scheuen den Kampf sowohl mit der (Ex-)Gefährtin da der Ausgang praktisch immer negativ ist und am Ende auch die Kinder darunter leiden. Wagen die Väter den Kampf gar nicht erst, empfinden die Kinder das als Gleichgültigkeit - so als wären ihnen die Kinder egal. Der "Besuchsvater" oder der "Familienvater", dem jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann, verkommt zum "Onkel". Er ist ein "Eltemteil ohne Portefeuille" (Wallerstein), ohne Einfluß aufs tägliche Leben, auf Hausaufgaben oder Tischmanieren. Er darf nur zahlen und schenken; sein Leben mit den Kindem spielt sich auf dem lokalen Jahrmarkt am im Kino oder bei McDonald's. Nach der Trennung haben die Kinder in 50% der Fälle nach einem Jahr keinen Kontakt mehr zum nicht-sorgeberechtigten Elternteil, meist dem Vater. Wer daraus ausschließlich schlußfolgert, daß die Väter kein Interesse an ihren Kindern haben liegt falsch.
In ungefähr 80% der Fälle wird der Umgang so lange unterbunden oder behindert, bis der Nichtsorgeberechtigte aufgibt. Tatsächlich sind viele Väter entweder lieblose, traditionelle Väter" (wenn sie das Feld geräumt haben oder als Familienväter sich aus der Erziehung verabschieden) oder lästige Querulanten (wenn sie um ihre Rechte kämpfen oder andere Wertvorstellung einbringen). In beiden Fällen handeln sie gegen das sogenannte " Kindeswohl", obwohl sie nur dieses im Auge haben. Warum wird der "Verhinderte Vater" abgehalten Vater zu sein? Die französische Psychoanalytikerin Christiane Olivier erkärt das so:
Ihre Frauen, für die Schwangerschaft der Beweis weiblicher Identität ist, sehen sich meistens als einzigen unverzichtbaren Elternteil an und lassen dem Vater keinen Raum.
"Die Männer wagen es in der Ehe nicht einen Platz einzunehmen den ihre Mutter besetzt hat". "Sie (die Männer der Verf.) sind bereit Vater zu werden wenn diese Rolle von jeder Ähnlichkeit vom Muttersein befreit wird".
"Die Männer wagen es nach der Ehe nicht, diese Rolle zu beanspruchen, weil sie den Protest sämtlicher Frauen, die das Schicksal der Kinder in Händen haben (Mütter, Sozialarbeiterinnen, Anwältinnen Richterinnen ) fürchten müssen.
Das Scheidungskind leidet Höllenqualen, wie auch soll zweifacher Haß bei ihm Platz finden. Es wäre am liebsten woanders geboren, wieder klein und das bindet es an sein erstes Liebesobjekt, die Mutter. Wenn des noch nicht fünf Jahre zählt, ist für den Vater alles verloren, sagt Christiane Olivier.
Viele Männer koennen mit der füer sie demütigenden Situation, die sie als
persoenliches Versagen empfinden, nur durch Verdrängung und Flucht umgehen.
Den Väter werden ihre Identität genommen.
Väter wurden seit der industriellen Revolution erst subjektiv als schwache
Personen erlebt, die statt im Haus sichtbar für die Familie zu sorgen,
fremdbestimmt in der Fabrik oder Büro arbeiteten. Nach dem zweiten Weltkrieg
wurden Männer in zunehmenden Masse tatsächlich durch soziale Netze sowie
zunehmende Arbeitstätigkeit der Frau als Versorger und objektiv für den
Lebensunterhalt der Frau unwichtig. Heute werden Väter zwischen defacto
Matriarchat im operationalen Familiensystem und Verpflichtungen aus einem längst
nicht mehr vorhandenen Patriarchat zerrieben. Das nicht mehr vorhandene
Patriarchat wird vom Matriarchat zu Vorteil der Frauen instrumentalisiert, und
Väter durch Rechtsprechung und veröffentliche Meinung marginalisiert sowie nun
in zunehmenden Masse als Nichtsnutz, Gewaltmensch und Kinderschänder
stigmatisiert.
Väter sind verunsichert.
Wie sollen Väter sein? Medien und Politik, haben mit dem üblichen Sinn für
Verlogenheit, den Vater thematisiert und neue, unerfüllbare inkonsistente
Leitbilder für den Väter geschaffen. Er soll zum Leistungsdruck im Beruf
gleichzeitig mehr Arbeit, sprich Betreuung der Kinder, in der Familie
übernehmen. Von Erziehung ist nicht die Rede. Ein Rollenbild das inkonsistent
ist, da das, was in den Köpfen ist, mit den Vorgaben, Regeln und Signalen des
gesellschaftlichen Umfelds und der Frauen nicht übereinstimmt. Ich wurde sogar
soweit gehen, das ist bewußt nicht der Fall. Deshalb müssen Veränderungen an
beiden Seiten ansetzen, also sowohl bei den Einstellungen, nicht nur, aber vor
allem der Väter, als auch an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die
Mütterverbände sagen: Gleichberechtigung der Väter erst, wenn sie auch die
Windeln wechseln - um die Pfründe des deutschen Sorgerechts zu behalten. Wenn
auch lauthals vom Mann Beteiligung an der Erziehung gefordert wird, ist sie aber
bewußt oder unbewußt gar nicht gewünscht und falls sie zu gut ist wird sie im
Konfliktfall unbarmherzig unterbrochen. Viele Väter dagegen ignorieren die
Ursachen ihrer schlechten familienrechtlichen Lage, die mit ihrem eigenen
mangelnden Engagement als Männer und als Väter zu tun hat. Nur die Männer, die
Ungerechtigkeit zu spüren bekommen, betreiben eine Reflexion und Definition
ihrer Männerrolle und werden dadurch bewußte Väter.
Die verlassenen Väter verzweifeln.
Die öffentlichen Beratungsangebote sind nicht in der Lage, einem Bedarf an
vaterspezifischen Fragen auch nur annähernd gerecht zu werden. Mütterzentrierte
Familienberatungsstellen helfen unwillig oder erklären sich meist nicht dazu in
der Lage, weil Familienkonflikte nur zusammen, also mit der Mutter lösbar seien.
Die meisten Einrichtungen und das soziale Umfeld agieren parteinehmend. Bewußt
oder unbewußt geht die Umwelt von der Mutter als sozial Schwächeren aus, die
schutzbedürftig ist und gegen den Vater, gegen den Mann als stärkeren,
verteidigt werden muß. Oft tragen HelferInnen ihre politischen Ansichten oder
persönliche Geschichte auf dem Rücken der Kinder und Väter aus. Kinder werden
gerade von den angeblich fortschrittlichen Frauen in der Symbiose mit der Mutter
gesehen. Väter, die Beziehung zu ihren Kindern aufrechterhalten, manchmal
überhaupt erst herstellen wollen, werden als aufdringlich, als Störenfriede
empfunden. Väter, die mit ihren Ohnmachtserfahrungen nicht fertig werden und in
einer sozialen Isolation verzweifeln, begehen Selbstmord (häufigste unnatürliche
Todesart für Männer nach der Trennung). Man(n) muß nicht so weit gegen wie eine
Amerikanische Studie: "Women get access to all resources of the society and suck
them dry - nothing is left for kids and men except prisons".
Kant, wie Plato ein Vordenker der absoluten Ethik, sagt im kategorischen Imperativ: Richtiges Handeln besteht darin so zu handeln das dieses als generelle Maxime für die Gesellschaft genommen werden kann.
Besondere Einwürfe gegen vernünftiges Rollenverhalten kommt von Verfechtern
der relativen Ethik. In der Tat gibt es Feministinnen, die sich auf Nietzsche
(!) berufen, um natürliche Einheiten wie Familien und
Geschlechterdifferenzierung anzugreifen. Als "Ernährerstolz" und
patriarchalische "Verantwortungsethik" wird Eigenverantwortlichkeit des Vaters
für die Familie von sogenannten Progressiven gewertet.
Die sichtbaren negativen Folgen der vaterlosen Gesellschaft zeigen uns auf, das unserer individueller Handlungsansatz falsch ist. Der Mann sollte daher für seine Kinder mit emanzipierten Frauen um eine freie Gesellschaft kämpfen. Emanzipation von Männer und Frauen und positives Annehmen ihrer Verschiedenheit, speziell in Erziehung, Betreuung und Versorgung ist wichtig, um diesen Geschlechterkampf im Interesse der Kinder zu beenden.
Neue Männer braucht das Land.
Verantwortliche Väter.
Neue Frauen braucht das Land.
Warmherzige Mütter.
Neue Eltern brauchen die Kinder.
Väter & Mütter die miteinander Kinder aufziehen und ihre Rechte und
Unterschiedlichkeit respektieren oder besser noch bejahen. AlleinerzieherInnen
wird ein Auslaufmodell oder unsere Gesellschaft wird es.
Weder Verfechter einer androgynen Gesellschaft oder einer Gleichheit des Resultats, noch die mitlaufenden halbemanzipierten Frauen, die aus Überzeugung oder Opportunismus oder Niedertracht massenweise wie Lemminge diesen Leitbilder folgen und ihre Männer, Kinder und 4000 Jahre Kulturgeschichte über die Klippe schubsen, helfen weiter.
Eine Emanzipationstrategie wird aber nur erfolgreich sein wenn sie von den getragen wird, die Interesse an Veränderung haben, d.h. von emanzipierten Frauen und Männern. Männern sind der schwierigste Teil: Nur unter Leidensdruck, insbesondere dort, wo die Widersprüche des Lebensentwurfs aufbrechen, (Krisen, Arbeitslosigkeit, Trennung/Scheidung, Verlust der Kinder, ..) besteht am ehesten Bereitschaft zur Neuorientierung.
Ein Umdenken ist in der Tat erforderlich, Männer müssen sich emanzipieren und
als Väter ihre Rechte an der Kindererziehung und Gestaltung der Gesellschaft
wieder einfordern.