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Die Wichtigkeit der Väter

 

von Dr. Wade F. Horn

Trotz einer gängigen veröffentlichten Meinung, die bis vor kurzem unbestritten war -- und in vielen Szenen noch ist - nämlich daß Kinder keinen hohen Preis dafür zahlen wenn der Vater nicht Teil ihres Lebens ist, zeigen doch Untersuchungen ein ganz anders Bild der Realität. Gewalttätige Verbrecher sind im ganz überwiegen Maße Männer die ohne Vater aufwuchsen, 60% von Amerikas Vergewaltigern, 72% der jugendlichen Mörder und 70% der Langzeitgefängnisinsassen. Kinder die in einem Heim leben, in dem der Vater abwesend ist, haben eine wesentlich größere Wahrscheinlichkeit ganz oder zeitweise von der Schule verwiesen zu werden oder sie abzubrechen; Behandlung wegen emotionaler Problem oder Verhaltensgestörtheit zu brauchen; Selbstmord als Jugendlicher zu verüben; oder Opfer von Kindesmissbrauch oder Verwahrlosung zu werden.
Warum sind Väter so wichtig für die Kinder? Die Antwort ist eingebettet in der weiter gefaßten Frage warum sind Familien so wichtig. Die Bedeutung der Familie besteht nicht weniger als darin das Weiterbestehen der Gesellschaft und Zivilisation zu garantieren. Die Familie erreicht das auf zwei Arten: Erstens durch Fortpflanzung, und zweitens, durch die Sozialisation der Kinder.
Richtige Sozialisation benötigt die Entwicklung von Selbstkontrolle um den Regeln der Gesellschaft zu folgen. Kinder mit einer guten Sozialisation haben gelernt andere nicht zu schlagen um zu bekommen was sie wollen; Kinder mit einer schlechten Sozialisation haben dies oft nicht gelernt. Kinder mit einer guten Sozialisation haben gelernt mit anderen zu kooperieren und zu teilen; Kinder mit einer schlechten Sozialisation haben dies oft nicht gelernt. Kurz gesagt Kinder mit einer guten Sozialisation haben eine Fähigkeit zur Selbstkontrolle (self-regulate impulse gratification); Kinder mit einer schlechten Sozialisation haben diese oft nicht.
Eine zivile Gesellschaft ist total abhängig davon daß die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft eine Fähigkeit zur Selbstkontrolle entwickelt hat. Fehlt diese Mehrheit von Erwachsenen mit guter Sozialisation in der Gesellschaft, brauchen Ladenbesitzer Wachen vor jedem Einkaufsregal; jede Frau müsste Angst haben von marodierenden Männern vergewaltigt zu werden; Kinder würden im großen und ganzen allein für sich zu sorgen haben oder von zum Vorteil ihrer Eltern ausgebeutet werden.
Eltern treiben diesen Sozialisationsprosses auf zwei Arten voran: Erstens, und offensichtlich durch direkte Unterweisung, verstärkt durch Belohnung und Sanktionen für akzeptables und nicht akzeptables Verhalten. Kinder wird erst gesagt wie sie sich zu verhalten haben und dann im Folgen der Regeln bestärkt und für Nichtbefolgung sanktioniert. Kinder lernen aber auch durch Beobachtung. Diese Art des Lernprozesses ist sogar noch weitaus wichtiger. Komplexes Verhalten wird durch Lernen durch Beobachten angeeignet, nicht durch konventionelles Lernen. Kinder folgen mehr danach was die Eltern machen nicht was die Eltern sagen. Das ist der Grund warum Eltern die lügen und betrügen ohne jeden Zweifel Kinder haben werden die lügen und betrügen, trotz direkter Anweisung des gegenteiligen Verhaltens.
Die Sozialisierung der Kinder findet ganz einfach nicht statt wenn die Väter fehlen. Wenn Vater fehlen reagieren Jungen oft verhaltensauffällig - sie werden aggressiv und manchmal ziemlich gewalttätig gegenüber anderen. Mädchen reagieren oft ebenfalls verhaltensauffällig wenn Väter fehlen - sie werden oft sexuell promisk.
Kurz gesagt, die Anwesenheit des Vaters ist absolut kritisch für die erfolgreiche Sozialisierung der Kinder. Es scheint wenigstens drei Gründe für dies zu geben. Erstens, Mutter und Vater tendieren zu unterschiedlichen Erziehungsstilen. Beginnend mit der Geburt kommunizieren Mütter eher verbal mit Ihren Kindern während Väter dies mehr physisch tun. Mütter ermutigen eher Vorsicht, während Väter mehr Leistung und Unabhängigkeit herausfordern. Entscheidend ist aber, daß Mütter eher die mächtigen Versorger sind und Väter eher die Disziplinare. Warum bedeutet dieser Unterschied so viel für die Erziehung der Kinder?

Anmerkung des Übersetzers: Absatz weggelassen.

Dadurch das Mutter eher zu Versorgung und Väter eher zu Kontrolle neigen, erfahren Kinder die in einem von alleinerziehenden Müttern aufgezogen werden, viel emotionale Wärme aber wenig Kontrolle. Im Gegensatz hierzu erfahren Kinder die in einem von alleinerziehenden Vätern aufgezogen werden weniger emotionale Wärme und ein höheres Maß an Kontrolle. In beiden Fällen ist das schlecht für die Sozialisation verglichen, wenn Kinder viel emotionale Wärme und ein vernünftiges Maß an Kontrolle erfahren.
Wichtiger Punkt hier ist weder den Erziehungsstil von Müttern noch von Vätern abzuwerten. Allerdings ist genau falsch, wie von einigen propagiert wird, geschlechtsspezifische Unterschiede zu minimieren um gut angepaßte Kinder mit einer guten Sozialisation aufzuziehen. Es ist in der Tat genau diese Kombination von beiden Erziehungsstilen, den Kinder brauchen, um emotional stabile Erwachsene zu werden.
Der zweite Grund warum Väter so wichtig für die Sozialisierung der Kinder ist, liegt darin, daß Kinder und ganz speziell Jungen - lernen ihre aggressiven Impulse im Zaum zu halten und zwar Beobachtung von männlichem Rollenverhalten das Konsistenz und regelmäßig Selbstkontrolle zeigt. Durch die Beobachtung lernt der Junge wie sein Vater mit Frustration, Ärger und Traurigkeit umgeht. Ebenfalls durch Beobachtung wie der Vater mit der Mutter umgeht lernt das Kind wie er Frauen behandelt.
Für Mädchen sind Väter kritisch um den Mädchen zu helfen den Umgang mit ihrer Sexualität zu meistern. In der Tat wurde nachgewiesen, das eines der Resultate der Vaeterabwesenheit bei Kindern Frühe und wahllose sexuelle Aktivität ist. Wen im Gegensatz dazu, das Mädchen die Liebe eines Vaters spürt, der ihr Wohlbefinden über seines stellt und der als natürlicher Beschützer auftritt, dann ist es sehr wahrscheinlich daß das Mädchen sexuelle Beziehung reguliert bis sie einen solchen Mann findet. Wenn ihr ein solche väterliche Liebe verweigert wird dann ist es sehr wahrscheinlich, daß das Mädchen sie woanders sucht - oft unvernünftig und in einem sehr jungen Alter.
Was haben wir also in der vaterlosen Gesellschaft zu erwarten, in deren individuellen Familien die Väter entweder durch Ausgrenzung oder Verlassen nicht mehr vorhanden sind, wenn die Abwesenheit der Väter die Regel nicht die Ausnahme darstellt? Antwort: zunehmende sinnlose Gewalt und zunehmender Hedonismus mit sexueller Präferenz als primärer Parameter des gesellschaftlichen Verhaltens. (Anmerkung des Übersetzers - Original: "sexuelles acting-out"). Genau das ist, was wir heute sehen.
Kinder sind das am schnellsten wachsende Segment der kriminellen Bevölkerung der Vereinigten Staaten. Zwischen 1991 und 1982 stieg die Rate Jugendlicher unter die Mordverdacht festgenommen wurden um 93%, schwere Körperverletzung um 93%, Vergewaltigung um 24% und Autodiebstahl um 97%. Obwohl die Verbrechensrate durchgehend für alle Altersgruppen anstieg, war der Anstieg bei Teenagern über proportional.
Die Abwesenheit der Väter ist nicht der alleinige Grund für diese sozialen Übel - aber sie tragen wissenschaftlich nachgewiesen zu deren Verschlimmerung entscheidend bei. Wir müssen also uns an die wichtige Aufgabe der Väter bei der Kindererziehung wieder erinnern. Wir müssen des weiteren die Vaterrolle wieder rekonstruieren und gute und verantwortungsvolle Vaterschaft praktizieren.

Anmerkung des Übersetzers: Absatz weggelassen.

Anmerkung des Übersetzers:

MYTHOS ALLEINERZIEHUNG -
Höheres Risiko von Kindern


Auswirkungen der vaterlosen Gesellschaft
 

Ein Fisch names Vater oder Angst essen Seele auf?
 

Ja. Männer sind für manche Frauen so nötig wie ein Fahrrad für den Fisch. Ja? Wenn Frau für sich selbst sorgt oder über das soziale Netz und/oder dem Ex-Partner anonym ohne Bindung und Gegenleistung versorgt wird trifft das zu. Erst Frau dann Mutter macht sich diese These in hochindustrialisierten Gesellschaften zu eigen. Was ist anders wenn Kinder im Spiel sind?


Sind Väter auch für Kinder so nötig wie ein Fahrrad für den Fisch? Es scheint so. Der Begriff Familie engte sich immer mehr ein - von Großfamilie in der Agrargesellschaft, zur Kernfamilie in der Industriegesellschaft und nun zu Teilfamilie als angestrebte Norm der postmodernen Gesellschaft mit austauschbarer relativen Ethik. Die "Teilfamilie" und "Alleinerziehenden" sind schick, wer die Realität beherrscht, beherscht das Wort - das Wort beherrscht die Realität - Man(n) mache sich nichts vor frau beherrscht heute beide. Man(n) erlaubt sich daher, das Wort AlleinerzieherInnen hier neu einzuführen - (in 87% der Fälle hat das Sorgerecht die Frau) Sprache ist ja so verräterisch.
 

Sind Väter sind für die Gesellschaften so nötig wie ein Fahrrad für den Fisch? Es scheint noch nicht so. Als Zahlväter und Steuerzahler fallen sie unangenehm auf, wenn sie massenweise, wie suggeriert wird, nicht ihrer Pflicht nachkommen. Ihre Abwesenheit macht auch negative Publizität wenn das Matriarchat bei der Kindererziehung, speziell in sozialökonomischen Gruppen in denen die vaterlose Gesellschaft im wesentlichen durchgesetzt wurde (z.B. die amerikanischen Gettos), zunehmend Gewalt und Probleme verursacht.
 

Untersucht werden soll die Auswirkung der vaterlosen Gesellschaft auf unser Kinder, die betroffenen Männer, unsere Gesellschaft, wobei folgende Thesen aufgestellt werden:
 



Um eine Umkehr von der vaterlosen Gesellschaft zu erreichen, brauchen wir eine Männeremanzipation und politisches und praktisches Engagement der Väter um ihre Aufgabe in der Kindererziehung sowohl aktiv wahrzunehmen als auch zurückzufordern. Wichtig ist hierbei, Erziehung von Betreuung und Versorgung unabhängig zu sehen, aber alle drei als gleichwertige soziale Leistungen anzuerkennen, die von zentraler Bedeutung in der freien Gesellschaft sind, und im Normalfall am besten von Eltern gemeinsam erbracht werden.
 

1. Was bedeutet das für die Gesellschaft?

Verlust von menschlicher Solidarität.


In individualistischen Gesellschaften, wie der unseren stehen sich Individuen mehr oder weniger unverbunden gegenüber. Der Gemeinschaftssinn ist schwach entwickelt was mit abnehmender Konsensfähigkeit und Beziehungsfähigkeit im privaten wie auch im gesellschaftlichen Bereich einhergeht. Die individualistischen Individuen, in diesem Fall die AlleinerzieherInnen stehen vor einem Dilemma, sie streben danach die traditionelle Gesellschaft und Partnerschaft zu verlassen sind aber dennoch existentiell auf Hilfe angewiesen. Kinder zwingen jedoch zu dauerhaften Gemeinschaften und erschweren die rücksichtslose Entfaltung des Ichs, deshalb sind sie in individualistischen Kulturen ein Problemfaktor. Aufgelöst wird dieser Widerspruch dadurch, daß die Partnerschaft/Ehe auf zwangsweisen monetären Verbindlichkeiten eingeengt wird. Solidarität und Erziehung wird nicht mehr persönlich verantwortet sondern durch Institutionen geleistet. Die Folgen sind fatal, da natürlich im Gegenzug die soziale Unlust der Jugend sinkt. Krankheit oder später der Solidarpakt der Renten werden als Störfaktoren empfunden. Solidarisches Handeln innerhalb der Familie, der Gruppe und letztlich der Gesellschaft verkümmert. Die vaterlose Gesellschaft verkommt zu einer Abart des Matriarchats, einem Versorgungsstaat bei dem alles und jedes gesetzlich geregelt werden muß.

Zunahme Gewalt und Kriminalität.

Dies wird belegt durch Statistiken aus Amerika - dort wurden die Auswirkungen der vaterlosen Gesellschaft durch die Väterforschung untersucht: Fast zwei Drittel aller Vergewaltiger, drei Viertel der jugendlichen Mörder und Mörderinnen und ein ähnlich hoher Prozentsatz junger GefängnisinsassInnen sind ohne Vater groß geworden. Gewalt von Frauen in Beziehungen ist schwerwiegender und sogar zahlenmäßig höher als die der Männer wenn die Gewalttaten gegenüber Kinder einbezogen werden Zwei Kinder in England führten ein weinendes Kleinkind durch die Stadt um es dann grausam zu foltern. Aufgezogen von TV statt von der allein(un)erziehenden Mutter. In Amerika lebt nun schon die dritte Generation der vaterlosen Kinder: Vater Alkoholiker, Vater untergetaucht, Vater nie kennengelernt - Berufsziel Drogendealer. Mütter werfen ihre Babys in Mülleimer und "Väter" vergewaltigen Babys bis der Darm kollabiert. Mehr "wellfare" - ja dann reicht das Geld für Drogen bis zum fünften des Monats. Für Deutschland sind keine solchen Straffälligen-Statistiken erhältlich. Ein Armut oder Unterklassenproblem?
 

Abnahme von individuellen Lebensglück.

Judith Wallerstein begann 1971 eine Langzeitstudie über Scheidungsfolgen an 131 Mittelschichtkindern in der San Francisco Area, eine wohlhabende Gegend, deren ökonomische Situation sehr zufriedenstellend war. Judith Wallersteins Studie, eine Psychiaterin - 1971 begonnen und noch nicht abgeschlossen - es erfolgen alle fünf Jahre neue Evaluierungen der Testpersonen - zeigt, daß gravierende Schwierigkeiten oft bis ins Erwachsenenalter anhalten. Nach fünf Jahren erlebte ein Drittel der Kinder mittlere bis schwere Depressionen. Nach zehn Jahren litt eine bedeutende Zahl der nunmehr jungen Männer und Frauen an Antriebsschwäche, Verstörung und Leistungsdefiziten. Auch nach 15 Jahren zeigten sich Langzeitschäden: Viele Scheidungskinder schafften es nicht, dauerhafte Beziehungen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten man spricht von Intergenerationsfolgen. Des weiteren sorgt sogenanntes Transmissionsverhalten zu einer Verschlimmerung über die Generationen bei.
 

Zunahme von Lebensuntüchtigkeit und Verwahrlosung.

In einer Langzeitstudie hat Anneke Napp-Peters 150 Scheidungsfamilien mit 269 Kindern aus ausgewählten Kommunen Norddeutschlands über 12 Jahre von 1980/81 an begleitet und Kinder, Mütter und Väter und neue Lebenspartner nach ihren Erfahrungen und Einstellungen befragt. Sie kam zu ähnlichen Ergebnissen :

Unter der Trennung, in deren Verlauf ein Elternteil ausgegrenzt wird, leiden Kinder jahrelang, allzu oft ein Leben lang. In einer abschließenden Stichprobe von 54 Kindern, die besonders unter der Ausgrenzung litten, zeigte sich: „Nur 25 Prozent der Kinder ist es gelungen, ihre scheidungsbedingten Schwierigkeiten zu überwinden und sich zu lebenstüchtigen Erwachsenen zu entwickeln. 75 Prozent haben dagegen nach wie vor große Probleme, den Alltag zu bewältigen und längerfristige Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Knapp die Hälfte hat Probleme mit Alkohol und Drogen, einige haben wegen Beschaffungskriminalität bereits vor dem Richter gestanden."


Die Reaktionsweisen von Jungen und Mädchen auf veränderte Familiensituation ist unterschiedlich. Während Jungen unmittelbarer mit anhaltendem Problemverhalten reagieren, treten psychische Störungen bei Mädchen unauffälliger und oft verzögert - mit der Pubertät auf. „Vor allem aber wuchsen die Kinder [mit Störungen d. Verf.] fast ausnahmslos in Familien auf, die den anderen Elternteil ausgrenzten."


Zunahme von Hilfsbedürftigkeit.

Kinder in Ein-Eltern-Familien haben ein wesentlich höheres Risiko in Armut zu leben, überwiegend nicht weil die Väter nicht zahlen wollen. In den USA zahlen 53% aller nicht sorgeberechtigen Mütter aber 63% aller Nicht-Sorgeberechtigten Väter. Außerdem sind 66% aller nicht gezahlten Unterhaltsleistungen durch nicht-sorgeberechtigte Väter auf Zahlungsunfähigkeit zurückzuführen. Knapp die Hälfte der alleinerziehenden Mütter in Deutschland erhält keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt durch die Väter wird behauptet. Nur: Viele Männer haben keine Arbeit, folglich können sie auch nicht den Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen; Ledige Mütter hatte seit neuem Anspruch auf drei Jahre Unterhalt additiv zum Kindesunterhalt. Mütter investieren trotzdem weniger in ihre Kinder, wenn sie plötzlich mit der Alleinerziehung konfrontiert sind. Häufig ist das schlicht eine Geldfrage: Kinder in Single-Haushalten haben ein sechsmal höheres Risiko, arm zu sein und zu bleiben als andere Kinder. Kein Wunder also, daß der Zuwachs an Ein-Eltern-Familien auch die Armutsstatistik beeinflußt. Fast 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leben heute in Familien, die auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Familie ist auch eine erfolgreiche wirtschaftliche Einheit, die wesentlich effizienter für die Kinder sorgt als ein Teilfamilie mit der dann notwendigen Helferbürokratie die letztlich unproduktiv Ressourcen der Gesellschaft verbraucht statt Arbeitskraft dazu zu verwenden, diese zu schaffen.

 

Verlust von primären Sozialisationstechniken.

Kinder werden nicht gemäß ihren Bedürfnissen behandelt. Kaum sind sie geboren, suchen wir den Mutter-Ersatz bei der Kinderfrau, dann den Kindergarten, dann die Schule. Die Kinder, so scheint es, sind zu Störenfrieden unserer Selbstverwirklichung geworden. Noch mehr Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze sollen her. Bezahlt wird das von uns allen. Ein miterziehender Vater erlebte das so: Bei der Einschreibung in den Kinderhort (der Vater bot Betreuung durch die Großeltern an, das wurde aber nicht akzeptiert) war er wie ein fünftes Rad am Wagen dabei. Die Erzieherin ließ ihn gnädig mit unterschreiben "Sie dürfen sich auch immer nach ihrem Kind erkundigen" sagte sie dem Vater während sie der Mutter versicherte: "Wir sind hier eine Familie mit 25 Geschwistern" - "mit zwei (bezahlten, ließ er aus) Müttern und keinem Vater" bemerkte der Vater. Eisiges Schweigen. Vom Staat, Kirche und ähnliche Institutionen werden immer neue "familienfördernde" Maßnahmen (Kinderhort, Ganztagsschulen etc..) verlangt, die vordergründig für Eltern sind aber de-facto meistens nur Teil-Familien zugute kommen und/oder Eltern ein hohes Maß an individueller Lebensführung bieten. Eine gegengeschlechtliche Sozialisation wird nicht mehr geleistet und Erziehung als zentrale Kulturtechnik und Sozialtechniken an fremde Spezialisten delegiert.
 

Verlust von Eigenverantwortlichkeit.

Die Geschichte geht weiter. Danach versicherten sich die Frauen sich gegenseitig wie sicher sie sich in ihrer unkündbaren Stellung fühlen - aufgehoben beim Vater Staat, versorgt von Sozialprogrammen die sie als Opfer privilegieren. Ein Antrag auf Ermäßigung, wie selbstverständlich von der Erzieherin vorausgesetzt, wegen Bedürftigkeit wurde gestellt. Das Kind hat nun einen subventionierten Hort, statt vorher eine Familie. Das ist natürlich gerecht da die Familie, die vorher einkommensmäßig in den oberen 10% war, nun umgewandelt wurde in eine "AlleinerzieherIn", einem Vater mit Steuerklasse I und ein Kind. Alle drei sind nun vermeintlich oder tatsächlich irrational gegeneinander handelnde Objekte der Hilfsindustrie. Zitat eine "professionellen" Helfers über Eltern: "wenn sie sich nicht um Kinder streiten würden wäre es das Auto". Daher führen nach neueren Untersuchungen selbst bei erheblichen Kosten diese Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse der Kinder sondern wirken sogar kontraproduktiv, da sie tatsächlich die Voraussetzungen schaffen durch Professionalisierung der Solidarität die Eigenverantwortlichkeit und individuelle Solidarität zu schwächen
 

Verlust von Freiheit.

Wie Männer die Beziehung zu ihren Kindern und zu ihren Frauen oder Partnerinnen leben, ist zunächst die Privatsache aller Beteiligten. Auch die Entscheidung für den traditionellen Lebensentwurf ist in der Regel kein männliches Diktat, sondern eine sehr demokratische Wahl zwischen den PartnerInnen. Warum alles politisieren und überall ändern ? Weil es einem reglementierungswütigem Staat und dem HelferInnenapparat nützt.

Das widersprüchliche gesellschaftliche Verständnis von Männer- und Frauenrolle hat sich in einer Vielzahl von Regulativen und Konstruktionen niedergeschlagen, die vorgeben, was Männer- und was Frauensache ist. Wie der Vater vorm Fernseher hat die Politik Kernbereiche der Gesetzgebung und Gesellschaftsplanung an Frauen abgegeben. Regelung geschieht nicht durch Verbot und Gebot, sondern durch den stummen Zwang des letztendlich unfreien Versorgungsstaats. Grundsatz dabei ist: alles was dem frauenpolitischen Rollenverständnis widerspricht, nutzt Männern und patriarchalisch. Wenn es hingegen den Frauen nützt, die Kinder als Kollateral zu behalten, besser zu Hause zu bleiben und sich um die Selbstverwirklichung zu kümmern, legt es implizit den Mann auf die Rolle des Familienernährers fest und benutzt operativ patriarchalisches Rollenverständnis.

Dieser inhärent unfreien Staat braucht natürlich ein Feindbild - z.B. den Mann. Zitat: "Wer den modernen Amazonenkrieg aufmerksam mitverfolgt, muß sich fragen, ob das, was in schlimmsten Zeiten die Juden waren beziehungsweise vielerorts die Asylanten, für die Frauen von heute nun die Männer sind" (Karin Jaeckel).
 

Destabilisierung der Gesellschaft.

Extreme Individualisierung, und dabei handelt es sich bei dem AlleinerzieherInnen-Modell führt zu einer kollektiven Gesellschaft - die Individualisierung des einzelnen verlangt alle Sicherheit von der Gesellschaft. Gegen steigenden Scheidungszahlen und steigender Vaterlosigkeit helfen jedoch auch neue Sozialprogramme nichts. Mit der Ein-Eltern-Familie als Nebenprodukt moderner Lebens- und Arbeitsweise werden wir die Kriminalität nicht eindämmen und die Schulleistungen nicht fördern. Die Seelenlage der betroffenen Kinder und fehlgeschlagene Sozialisation wird zu labilen und gewaltbereiten Erwachsenen führen. Dafür gibt es natürlich wieder Spezialisten und Gefängnisse.

Die Teilfamilie mag angenehm für manche sein. Für die Gesellschaft ist es ein Weg in die falsche Richtung. Ein Weg der in die unfreie Gesellschaft führt, konsensunfähig ,unsolidarisch ohne verbindliche Ethik - unglückliche sinnleere Individuen. Manche Schwellenländer in Südostasien haben ihren wirtschaftlichen Fortschritt nicht zuletzt unter Beibehaltung der Familienstruktur geschaffen. Sie schauen heute schon, zu Recht, geringschätzig auf nichtasiatische Länder als gescheitertes Gesellschaftsmodell das darüber hinaus noch unglückliche Menschen schafft.
 

Alle sind gleich alle sind gleicher - wie gleich hätten's wir denn gerne?

Wir haben heute eine geschlechtsspezifisch ungerechte Verteilung von Vorteilen und Chancen in den Lebenssphären Erwerbsarbeit und Familie, wobei die etwa gleiche Stellung der Männer im Erwerbsbereich (speziell in der Mittelschicht) eine inzwischen extrem starke Stellung der Frau im Familienbereich, vor allem in Bezug auf Kinder, korrespondiert. Die Rolle der Männer im Familienbereich, in ihrer Beziehung zu Kindern, ihre Rolle als Väter ist signifikant für die Zukunft. Die Blickverengung der Frauenpolitik ist es die immer mehr in die Sackgasse führt. Die Betrachtung der angeblichen Ungerechtigkeit verkürzt sich auf Erwerbsarbeit und Geld. Da geht es natürlich „gegen" Männer, genauer um ihr Zurückstecken. Man verkürzt die Geschlechterfrage auf den Gegensatz von Opfer-Frauen und mißgünstigen Männer, die gezielt Frauen sabotieren oder den "Backlash" vorbereiten.

Die Opfer sind aber alle nicht privilegierten AlleinerzieherInnen, alle Steuerzahler und alle Kinder die dieses gesellschaftliche Klima erleiden. Die von "Vordenkern" der Frauenemanzipation propagierten Rollenaufbrüche sind soziologisch gesehen nur ein Mittelschichtsereignis, daher ist man gezwungen diesen Widerspruch - und das Versprechen der Selbstverwirklichung ("Alleinerziehen als Chance") - durch den Versorgungsstaat zu lösen.

2. Was bedeutet das für die Kinder?

Trennung erzeugt Angst.


Neueste Forschungen zeigen: Kinder ohne Väter heben es ungleich schwerer im Leben. "Angst Essen Seele auf" - die Verlustängste von kleinen Kindern die noch das Glück oder das Pech hatten ihren Vater zu kennen oder gar zu lieben kann man nur erahnen. Die Not und Traurigkeit der Scheidungs- und Trennungskinder findet man in den Gesichtern dieser Kinder wieder.

"Ich habe keinen Vater" sagte eine Siebenjährige die einsam auf der Straße spielt, als erstes unaufgefordert als sie von eine Vater mit einer Tochter in deren Spiel einbezogen wird. " Mein Vater hat sich mit meiner Mutter gestritten" , sagte sie. "Siehst Du Ihn?" fragt das jüngere Mädchen.. Mittlerweile sind beide Mädchen bei ihren Vätern nur noch zu Besuch. Sie gehören zu den mittlerweile fast zwei Millionen Kindern in Deutschland, die ohne Vater aufwachsen. Sie leben in Haushalten mit sogenannt Alleinerziehenden Müttern. Und ihre Zahl wächst jedes Jahr. 1992 waren fast 87% aller "Alleinerziehenden" Frauen. 198000 Väter stellten 13.1% der "Alleinerziehenden". Dabei ist noch festzuhalten, daß 1992 mehr als zwei Millionen Kinder (13,5% aller minderjährigen Kinder in Deutschland) bei "Alleinerziehenden" lebten
 

Die Vaterlosen gelten als " Problem- und Risikogruppe", über ein Drittel der Kinder aus Ein-Eltern-Familien leidet danach unter schweren psychischen Störungen. Kinder aus Teilfamilien neigen zu Schulversagen, Drogensucht, Auffälligkeit und Depressionen. Die Mädchen werden öfters Opfer von Mißbrauch, oft durch schlechte Partnerwahl der Mutter, oder als Teenager schwanger. Kinder aus geschieden Ehen Kämpfen in der Pubertät und Partnerschaft mit zusätzlichen Schwierigkeiten und führen zu einer weiteren Verschlimmerung des sozialen Verhaltens über Generationen (Transmissionseffekt).

Ausschließungsprozesse des nichtsorgeberechtigten Elternteils führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu scheidungsbedingten irreversiblen Störungen, die Unfähigkeit im Erwachsenenalter zu Folge haben, ihren Alltag zu bewältigen. Verbunden damit sind Alkoholprobleme, Drogenabhängigkeit und Kriminalität. 80% der Kinder, die in Heimen leben, kommen aus Scheidungsfamilien.
 

Väter sind anders.

Sie lieben anders, sie gehen auch anders mit ihren Kindern um, nicht nur bei gefährlichen Spielen, die Mütter nie riskieren würden. Mütter eröffnen oft Gefühle und Kommunikation im Nahbereich und Väter erschließen mehr die Außenwelt. "Die Unterschiede in der Aufzucht durch Frauen und Männer sind nicht nur unvermeidlich, sie sind äußerst wünschenswert", erklärt die englische Psychologin Penelope Leach.

Mutter und Vater tendieren zu unterschiedlichen Erziehungsstilen. Beginnend mit der Geburt kommunizieren Mütter eher verbal mit Ihren Kindern während Väter dies mehr physisch tun. Mütter ermutigen eher Vorsicht, während Väter mehr Leistung und Unabhängigkeit herausfordern. Entscheidend ist aber, daß Mütter eher die mächtigen Versorger sind und Väter eher die gesellschaftlichen Normen vertreten. Warum bedeutet dieser Unterschied so viel für die Erziehung der Kinder?

Dadurch das Mutter eher zu Versorgung und Väter eher zu Kontrolle neigen, erfahren Kinder die in einem von Alleinerziehenden Müttern aufgezogen werden, viel emotionale Wärme aber wenig Kontrolle. Im Gegensatz hierzu erfahren Kinder die in einem von Alleinerziehenden Vätern aufgezogen werden weniger emotionale Wärme und ein höheres Maß an Kontrolle. In beiden Fällen ist das schlecht für die Sozialisation verglichen, wenn Kinder viel emotionale Wärme und ein vernünftiges Maß an Kontrolle erfahren.
 

Der Vater bietet Versorgung. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen in der Leistungsgesellschaft entweder eine Benachteiligungen im Bereich der Familie oder eine Schlechterstellung bei Beruf, Verdienst, Karriere. Die unterschiedliche Höhe der Durchschnittsverdienste von Frauen und Männern beruht vor allem auf Unterschieden in der Tätigkeit, der Berufsqualifikation und der Anzahl der Berufsjahre. Tatsächlich sind viele Väter entweder lieblose "Karrierevater" (und leisten nicht genug für die Erziehung - gemeint ist Betreuung, Versorgung wird als unwesentlich oder selbstverständlich gesehen) oder lästigem Versager (wenn sie ihre Kinder betreuen). In beiden Fällen handeln sie gegen das sogenannte " Kindeswohl", obwohl sie nur dieses im Auge haben. Dieser Widerspruch hat, wie wir sehen werden, Methode. Väter müssen nicht Windeln wechseln um Väter zu sein, ihr Wirken und ihre Werteskala, auch ihre Rolle als Versorger, wird nicht weniger die Kinder beeinflussen. Allerdings nicht, wenn sie als Zahlvater unsichtbar das Geld zur Mutter transferieren und dieses Geld nicht zweckbestimmt ausgegeben wird.

Der Vater bietet Sicherheit - es garantiert emotionale und wirtschaftliche Sicherheit und körperliche Unversehrtheit. Kinder in Ein-Eltern-Familien haben ein wesentlich höheres Risiko mißbraucht zu werden Studien von Vorschulkindern zeigen das sie ein 40 mal höheres Missbrauchsrisiko haben als bei den leiblichen Eltern. Ist die sequentielle Familie ein gleichwertiger Ersatz? Auch das ist laut Wallersteins Studie eher mit nein zu beantworten. Fast die Hälfte aller Kinder sagten, daß sie sich in ihren Stieffamilien ausgeschlossen fühlten. Und die Nationale Kinderkommission der USA fand heraus, daß speziell Einzelkinder in Stieffamilien viel öfter zugeben, sie fühlten sich einsam und niedergeschlagen als Kinder aus intakten Familien - und sogar Ein-Eltern-Familien.
 

Der Vater bietet uneingeschränkte Liebe und Verläßlichkeit in einer Zeit in der jegliche Werte zur Disposition stehen. Gerade Kinder, deren Mutter den "Erzeuger" verdrängen, sind die ersten, die mit Fremden über ihre Väter reden, die sie oft nicht einmal so nennen dürfen. Die Sehnsucht nach Vätern ist irrational und hat auch nichts mit deren Zeit die sie aufbringen zu tun - und schon gar nichts mit dem Anteil an der Aufzucht und Hausarbeit. Eine andere amerikanische Untersuchung, der National Survey of Children, fragte Kinder: "Wenn du an deine Familie denkst, wen schließt du da ein?" Nur zehn Prozent ließen ihre natürlichen Eltern dabei weg, während ein Drittel die Stiefeltern überging. Und wenn die Eltern gefragt werden? Nur ein Prozent nannte das eigene Kind nicht als Familienmitglied, aber 15mal so viele ließen die Stiefkinder aus.
 

Der Vater bietet Erziehung und Sozialisation. In der Nur-Mutter-Familie ist das vaterlose Kind benachteiligt, weil das Band zum Vater nicht besteht oder sich nicht entwickeln kann weil ein Rollenmodell wegfällt. Langzeitstudien aus Amerika wie Judith Wallersteins "Second Chances" oder Sara McLanahans "Single Mothers and Their Children" rütteln heftig an dem politisch korrektem Glaubenssatz, daß eine Scheidung besser sei als eine schlechte Ehe. Gewollte Einzel-Elternschaften oder weitgehend delegierte Erziehung bergen für die Kinder dieselben Risiken.

Von Väter lernen speziell Jungen ihre aggressiven Impulse im Zaum zu halten und zwar durch Beobachtung von männlichem Rollenverhalten das Konsistenz und regelmäßig Selbstkontrolle zeigt. Durch die Beobachtung lernt der Junge wie sein Vater mit Frustration, Ärger und Traurigkeit umgeht. Ebenfalls durch Beobachtung wie der Vater mit der Mutter umgeht lernt das Kind wie er Frauen behandelt.

Für Mädchen sind Väter kritisch um den Mädchen zu helfen den Umgang mit ihrer Rolle als Frau zu meistern. In der Tat wurde nachgewiesen, das eines der Resultate der Väterabwesenheit bei Kindern frühe und wahllose sexuelle Aktivität und Bindungslosigkeit ist. Oft wird diese Beziehungslosigkeit, die bei Frauen aus geschiedenen Ehen so häufig ist, als Kompensation für den Schmerz des Verlustes des Vaters gelebt. Die physische und emotionale Abwesenheit der Väter schränkt Entwicklungschancen ein und Fehlen des Vaters als Gleich- bzw. gegengeschlechtlichen Elternteils erschwert die Identitätsfindung von Mädchen und Jungen. Die behinderte oder mißlungene Ablösung vieler Jungen von der Mutter und das Fehlen von Grenzen sind Ursachen von Gewalt. Die Abwesenheit der Väter raubt Kindern auch die Möglichkeit Kontinuität zu erleben und belastet damit die Entwicklung der eigener Beziehungsfähigkeit.

 

3.Was bedeutet das für die Väter:

Vaterschaft ist völlig ungeschützt.


Während angebliche und wirkliche Schlechterstellung der Frau in Familie und Beruf der Frau thematisiert und Verbesserungen versucht werden, ist die Beziehung des Vaters zu seinen Kindern völlig ungeschützt. Wer die alte Rollenverteilung für die rechtlose Stellung der Väter verantwortlich macht, arbeitet mit Halbwahrheiten. Väter werden zynisch zwischen der Schimäre des Anspruchs bessere Mütter zu sein und dem unverhüllten Anspruchs auf Versorgung der Frau gestellt, das Opfer so zum Täter gemacht.

Das konventionelle Rollenmodell wird instrumentalisiert um erfolgreiche Männer auszubeuten und Männer, die auf die Forderungen der Frauenbewegung eingehen, werden hinter vorgehaltener Hand als Softies verlacht und in Beziehungen abserviert wie Drohnen.

So wird der Vater, die sich seiner Karriere widmet und die Erziehung mit dem Mutter teilt oder an sie delegiert ganz schnell zur "Rabenvater". Dagegen wird die Mutter, die sich ihrer Karriere widmet und die Erziehung mit dem Vater teilt oder an ihn oder Dienstmädchen oder Hort delegiert ganz schnell zur "Power Frau" oder hilfsbedürftigen Objekt.

 

Vater werden stigmatisiert und marginalisiert.

Und die Väter? Nachdem sie einfach keine besseren Menschen sprich Frauen werden wollen, und jene die in unserer Leistungsgesellschaft Geld verdienen, notorisch keinen Erziehungsurlaub nehmen, vielleicht nicht richtig kuschelig sind, ist es nur gerecht sie als Machos und Machtmenschen, Vergewaltiger und Kinderschänder, als unsensible, arbeitssüchtige, hausarbeitssscheue und mithin unnütze Figuren wegzurationalisieren. Das Beispiel Frankfurt zeigt dies. In dieser Stadt hängen seit drei Jahren Plakat "7% aller Erwachsenen mißbrauchen Kinder in dieser Stadt" - ohne Mehrfachmißbrauch und Abgeurteilten/Verurteilten Ratio müßten demnach 56% aller Kinder mißbraucht werden - schließt man Mehrfachmißbrauch nicht aus, müßten das 85 % sein. Die Absurdität dieser Aussage fällt niemand auf genauso wie Kampagnen unter dem Label "Männergewalt" die Pauschal suggerieren es gebe ein spezifische Gewalt die eindeutig dem Mann zuordenbar ist wie die Naturgewalt, als ginge Gewalt und Mißbrauch nur von Männern aus, weil Männer fähig zur Penetration sind.

Auch aus dem Kinderzimmer werden sie geworfen und subsequent Studien in Auftrag gegeben die unübersehbaren Folgen für die Kinder schönreden und auf andere Ursachen zurückfuhren soll. Wehe den oft unverehelichten Männern die auf die Sirenenklänge "Der Sensible Mann" eingingen, sie werden sogar noch früher entsorgt und falls sie als gute Mütter Chancen auf das Sorgerecht haben sollten gnadenlos in 40% der strittigen Sorgerechtverfahren mit Mißbrauchvorwürfen belegt, die sich hinterher zu 95% als haltlos herausstellen.
 

Den Väter werden ihre Kinder genommen.

Viele Väter scheuen den Kampf sowohl mit der (Ex-)Gefährtin da der Ausgang praktisch immer negativ ist und am Ende auch die Kinder darunter leiden. Wagen die Väter den Kampf gar nicht erst, empfinden die Kinder das als Gleichgültigkeit - so als wären ihnen die Kinder egal. Der "Besuchsvater" oder der "Familienvater", dem jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann, verkommt zum "Onkel". Er ist ein "Eltemteil ohne Portefeuille" (Wallerstein), ohne Einfluß aufs tägliche Leben, auf Hausaufgaben oder Tischmanieren. Er darf nur zahlen und schenken; sein Leben mit den Kindem spielt sich auf dem lokalen Jahrmarkt am im Kino oder bei McDonald's. Nach der Trennung haben die Kinder in 50% der Fälle nach einem Jahr keinen Kontakt mehr zum nicht-sorgeberechtigten Elternteil, meist dem Vater. Wer daraus ausschließlich schlußfolgert, daß die Väter kein Interesse an ihren Kindern haben liegt falsch.

In ungefähr 80% der Fälle wird der Umgang so lange unterbunden oder behindert, bis der Nichtsorgeberechtigte aufgibt. Tatsächlich sind viele Väter entweder lieblose, traditionelle Väter" (wenn sie das Feld geräumt haben oder als Familienväter sich aus der Erziehung verabschieden) oder lästige Querulanten (wenn sie um ihre Rechte kämpfen oder andere Wertvorstellung einbringen). In beiden Fällen handeln sie gegen das sogenannte " Kindeswohl", obwohl sie nur dieses im Auge haben. Warum wird der "Verhinderte Vater" abgehalten Vater zu sein? Die französische Psychoanalytikerin Christiane Olivier erkärt das so:

Ihre Frauen, für die Schwangerschaft der Beweis weiblicher Identität ist, sehen sich meistens als einzigen unverzichtbaren Elternteil an und lassen dem Vater keinen Raum.

"Die Männer wagen es in der Ehe nicht einen Platz einzunehmen den ihre Mutter besetzt hat". "Sie (die Männer der Verf.) sind bereit Vater zu werden wenn diese Rolle von jeder Ähnlichkeit vom Muttersein befreit wird".

"Die Männer wagen es nach der Ehe nicht, diese Rolle zu beanspruchen, weil sie den Protest sämtlicher Frauen, die das Schicksal der Kinder in Händen haben (Mütter, Sozialarbeiterinnen, Anwältinnen Richterinnen ) fürchten müssen.

Das Scheidungskind leidet Höllenqualen, wie auch soll zweifacher Haß bei ihm Platz finden. Es wäre am liebsten woanders geboren, wieder klein und das bindet es an sein erstes Liebesobjekt, die Mutter. Wenn des noch nicht fünf Jahre zählt, ist für den Vater alles verloren, sagt Christiane Olivier.

Viele Männer koennen mit der füer sie demütigenden Situation, die sie als persoenliches Versagen empfinden, nur durch Verdrängung und Flucht umgehen.

 

Den Väter werden ihre Identität genommen.

Väter wurden seit der industriellen Revolution erst subjektiv als schwache Personen erlebt, die statt im Haus sichtbar für die Familie zu sorgen, fremdbestimmt in der Fabrik oder Büro arbeiteten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Männer in zunehmenden Masse tatsächlich durch soziale Netze sowie zunehmende Arbeitstätigkeit der Frau als Versorger und objektiv für den Lebensunterhalt der Frau unwichtig. Heute werden Väter zwischen defacto Matriarchat im operationalen Familiensystem und Verpflichtungen aus einem längst nicht mehr vorhandenen Patriarchat zerrieben. Das nicht mehr vorhandene Patriarchat wird vom Matriarchat zu Vorteil der Frauen instrumentalisiert, und Väter durch Rechtsprechung und veröffentliche Meinung marginalisiert sowie nun in zunehmenden Masse als Nichtsnutz, Gewaltmensch und Kinderschänder stigmatisiert.
 

Väter sind verunsichert.

Wie sollen Väter sein? Medien und Politik, haben mit dem üblichen Sinn für Verlogenheit, den Vater thematisiert und neue, unerfüllbare inkonsistente Leitbilder für den Väter geschaffen. Er soll zum Leistungsdruck im Beruf gleichzeitig mehr Arbeit, sprich Betreuung der Kinder, in der Familie übernehmen. Von Erziehung ist nicht die Rede. Ein Rollenbild das inkonsistent ist, da das, was in den Köpfen ist, mit den Vorgaben, Regeln und Signalen des gesellschaftlichen Umfelds und der Frauen nicht übereinstimmt. Ich wurde sogar soweit gehen, das ist bewußt nicht der Fall. Deshalb müssen Veränderungen an beiden Seiten ansetzen, also sowohl bei den Einstellungen, nicht nur, aber vor allem der Väter, als auch an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Mütterverbände sagen: Gleichberechtigung der Väter erst, wenn sie auch die Windeln wechseln - um die Pfründe des deutschen Sorgerechts zu behalten. Wenn auch lauthals vom Mann Beteiligung an der Erziehung gefordert wird, ist sie aber bewußt oder unbewußt gar nicht gewünscht und falls sie zu gut ist wird sie im Konfliktfall unbarmherzig unterbrochen. Viele Väter dagegen ignorieren die Ursachen ihrer schlechten familienrechtlichen Lage, die mit ihrem eigenen mangelnden Engagement als Männer und als Väter zu tun hat. Nur die Männer, die Ungerechtigkeit zu spüren bekommen, betreiben eine Reflexion und Definition ihrer Männerrolle und werden dadurch bewußte Väter.
 

Die verlassenen Väter verzweifeln.

Die öffentlichen Beratungsangebote sind nicht in der Lage, einem Bedarf an vaterspezifischen Fragen auch nur annähernd gerecht zu werden. Mütterzentrierte Familienberatungsstellen helfen unwillig oder erklären sich meist nicht dazu in der Lage, weil Familienkonflikte nur zusammen, also mit der Mutter lösbar seien. Die meisten Einrichtungen und das soziale Umfeld agieren parteinehmend. Bewußt oder unbewußt geht die Umwelt von der Mutter als sozial Schwächeren aus, die schutzbedürftig ist und gegen den Vater, gegen den Mann als stärkeren, verteidigt werden muß. Oft tragen HelferInnen ihre politischen Ansichten oder persönliche Geschichte auf dem Rücken der Kinder und Väter aus. Kinder werden gerade von den angeblich fortschrittlichen Frauen in der Symbiose mit der Mutter gesehen. Väter, die Beziehung zu ihren Kindern aufrechterhalten, manchmal überhaupt erst herstellen wollen, werden als aufdringlich, als Störenfriede empfunden. Väter, die mit ihren Ohnmachtserfahrungen nicht fertig werden und in einer sozialen Isolation verzweifeln, begehen Selbstmord (häufigste unnatürliche Todesart für Männer nach der Trennung). Man(n) muß nicht so weit gegen wie eine Amerikanische Studie: "Women get access to all resources of the society and suck them dry - nothing is left for kids and men except prisons".

 

4.Fazit:

Kant, wie Plato ein Vordenker der absoluten Ethik, sagt im kategorischen Imperativ: Richtiges Handeln besteht darin so zu handeln das dieses als generelle Maxime für die Gesellschaft genommen werden kann.


Besondere Einwürfe gegen vernünftiges Rollenverhalten kommt von Verfechtern der relativen Ethik. In der Tat gibt es Feministinnen, die sich auf Nietzsche (!) berufen, um natürliche Einheiten wie Familien und Geschlechterdifferenzierung anzugreifen. Als "Ernährerstolz" und patriarchalische "Verantwortungsethik" wird Eigenverantwortlichkeit des Vaters für die Familie von sogenannten Progressiven gewertet.
 

Die sichtbaren negativen Folgen der vaterlosen Gesellschaft zeigen uns auf, das unserer individueller Handlungsansatz falsch ist. Der Mann sollte daher für seine Kinder mit emanzipierten Frauen um eine freie Gesellschaft kämpfen. Emanzipation von Männer und Frauen und positives Annehmen ihrer Verschiedenheit, speziell in Erziehung, Betreuung und Versorgung ist wichtig, um diesen Geschlechterkampf im Interesse der Kinder zu beenden.

Neue Männer braucht das Land.

Verantwortliche Väter.

Neue Frauen braucht das Land.

Warmherzige Mütter.

Neue Eltern brauchen die Kinder.

Väter & Mütter die miteinander Kinder aufziehen und ihre Rechte und Unterschiedlichkeit respektieren oder besser noch bejahen. AlleinerzieherInnen wird ein Auslaufmodell oder unsere Gesellschaft wird es.
 

Weder Verfechter einer androgynen Gesellschaft oder einer Gleichheit des Resultats, noch die mitlaufenden halbemanzipierten Frauen, die aus Überzeugung oder Opportunismus oder Niedertracht massenweise wie Lemminge diesen Leitbilder folgen und ihre Männer, Kinder und 4000 Jahre Kulturgeschichte über die Klippe schubsen, helfen weiter.

Eine Emanzipationstrategie wird aber nur erfolgreich sein wenn sie von den getragen wird, die Interesse an Veränderung haben, d.h. von emanzipierten Frauen und Männern. Männern sind der schwierigste Teil: Nur unter Leidensdruck, insbesondere dort, wo die Widersprüche des Lebensentwurfs aufbrechen, (Krisen, Arbeitslosigkeit, Trennung/Scheidung, Verlust der Kinder, ..) besteht am ehesten Bereitschaft zur Neuorientierung.

Ein Umdenken ist in der Tat erforderlich, Männer müssen sich emanzipieren und als Väter ihre Rechte an der Kindererziehung und Gestaltung der Gesellschaft wieder einfordern.
 




 

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Die Textbeiträge geben die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin wieder und sind unabhängig von den Ansichten und Meinungen des Väteraufbruchs für Kinder e.V.

 



 

 


Stand: 02.05.1997